Liebe Freunde unserer Buchhandlungen,
sehr geehrte Damen und Herren,
nun hat er uns doch noch erreicht: der Winter mit eisigen Temperaturen!
Da passt es doch sehr gut, dass die nächste Gelegenheit, um Bücher zu verschenken, nicht mehr fern ist: am 14. Februar ist Valentinstag!
Blumen sind jetzt schnell verwelkt, wie wäre es da mit einem schönen Liebesroman, mit dem man es sich im Warmen gemütlich machen kann.
Wir haben Ihnen einige Romane zusammengestellt, die wir gerne gelesen haben- vielleicht ist einer dabei, den Sie gerne am Valentinstag (oder zu einer anderen Gelegenheit) überreichen möchten.
Der 23. April ist der Welttag des Buches. Schon seit es den Aktionstag gibt, machen unsere Buchhandlungen dazu Aktionen. Meist waren sie für Kinder, z.B. haben wir Schulklassen zu uns in die Buchhandlungen eingeladen, das Buch `Ich-schenk-Dir-eine-Geschichte´ und das Welttag-des-Buches-Quiz verteilt
Für 2012 hat sich die Stiftung Lesen etwas ganz neues einfallen lassen: Die Aktion “Lesefreunde teilen Lesefreude”. Grundgedanke dieser Aktion ist, daß es immer noch viele Menschen gibt, die wenig oder gar nicht lesen. Diesen Menschen mit einem Buch Lesefreude zu schenken und damit aktiv Leseförderung zu betreiben, das ist die Idee, die hinter dieser Aktion steckt.
Natürlich beteiligen sich unsere drei Buchhandlungen gerne an so einer Aktion – schließlich verschenken wir schon seit vielen Jahren das Welttagsbuch “Ich schenk dir eine Geschichte” an die Schülerinnen und Schüler der umliegenden Schulen, weil wir es wichtig finden, daß viel und gerne gelesen wird.
Dieses Mal sind es aber nicht wir, die Bücher verschenken, sondern Sie!
Registrieren Sie sich auf der Website zur Aktion als Buchschenker oder Buchschenkerin und wählen Sie aus einer Vorschlagsliste ein Buch aus, das Sie dann 30 mal in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis, in Ihrem Betrieb oder Verein, Ihrer Gemeinde oder Ihrem Netzwerk verschenken können – und das kostenfrei! Die Buchpakete werden nämlich über die Stiftung Lesen mit Untersützung von 20 Verlagen kostenlos zur Verfügung gestellt.
Uns können Sie dann, ab März, als Abholstelle auswählen und auch wir möchten diese Aktion zur Leseförderung unterstützen und verschenken die Bücher, für die Sie keine Abnehmer haben, an gemeinnützige Institutionen, an die JVA oder an Altersheime.
Bitte melden Sie sich selbst schnell an unter: www.welttag-des-buches.de.
Der Veranstaltungstipp: in der Reihe Lesezeichen findet am 29.2. um 19.30h in der Humboldt-Bibliothek in Berlin-Tegel die Buchpremiere von Thomas Raab: Der Metzger bricht das Eis statt. Einige können sich vielleicht noch an seine witzige und tolle Lesung im Rahmen der Reinickendorfer Kriminacht letztes Jahr erinnern. Dem österreichischen Autor hatte es so gut bei uns in der Tegeler Bibliothek gefallen, dass er sich diesen Ort für seine Buchpremiere ausgesucht hat. Notieren Sie sich also unbedingt diesen Termin!
Und nun wie gehabt unsere 3 Taschenbuchtipps, diesen Monat ist hoffentlich wieder für jeden Lesewunsch etwas dabei:
1) José Saramago: Die Reise des Elefanten
Lissabon im 16. Jahrhundert. Der indische Elefant Salomon soll als Geschenk an den Habsburger Kaiser über Valladolid in Spanien nach Wien überführt werden. Diese spektakuläre Reise, die tatsächlich stattgefunden haben soll, nutzt der Autor, um uns aus der Sicht des indischen Elefantenpflegers auf höchst amüsante Weise die gesellschaftlichen und kirchlichen Machtverhältnisse in Portugal und Spanien, zu einer Zeit, in der die Inquisition wütet, vor Augen zu führen.
Mit liebevoller Ironie karikiert er die Mächtigen der damaligen Zeit mit ihren Höflingen und zeigt manche Parallele mit der heutigen Zeit auf.
Eine genüssliche, elegante Satire von einem scharfsichtigen Beobachter. Sehr empfehlenswert!
Gelesen und empfohlen von Monique Saulnier
2) Andreas Maier: Das Zimmer
"Das Zimmer" ist der erste Teil einer Familienchronik. Andreas Maier beginnt ganz vorn, bei seinen frühesten Erinnerungen, die alle in der hessischen Wetterau spielen, die meisten Erinnerungen haben mit seinem "Onkel J." zu tun. Der Onkel ist von Geburt an geistig behindert, also "mit einem Bein noch im Paradies stehend", imaginierter Handwerker und Mechaniker. Onkel J. bewohnt ein Zimmer im Haus seiner Mutter, wo sich auch der Neffe Andreas häufig aufhält, und aus diesem Zimmer strömt meist ein muffiger Geruch, denn Onkel J. wäscht sich nicht gern. Dafür fährt er mit großer Freude seinen VW-Variant, am liebsten hält er damit vor seiner Stammkneipe an, mürrisch schimpfend führt er aber auch Botenfahrten für die Familie aus.
Maier beschreibt großartige Szenen und erweitert sie um die Erzählung von so manchem, was in seiner Heimat sonst noch passiert ist, bevor die Ortsumgehung kam.
Heimatroman? Familienchronik? Erinnerungsprosa?
Wie man es auch nennen mag: Es macht großen Spaß, dieses Buch zu lesen!
Gelesen und empfohlen von Sandra Wiegmann
3) Johan Theorin: Nebelsturm
Samt Frau und Kindern ist Joakim Westin von Stockholm nach Åludden gezogen, einem einsamen Hof auf der Insel Öland.
Man freut sich auf das neue Leben und lässt sich nicht durch die Inselbewohner stören, auch wenn diese Åludden mit düsteren Erzählungen in Verbindung bringen.
Joakim fährt eines Tages nach Stockholm um zurückgebliebenen Hausrat zu holen.
Auf dem Rückweg erhält er einen Anruf von einer Polizistin, die ihm mitteilt seine Tochter Livia sei im Meer ertrunken ...
Dunkle Zeiten brechen für die junge Familie an.
Johan Theorin hat einen düsteren, atmosphärisch dichten Roman geschrieben und verwebt auf eindrucksvolle Weise Krimi, Familiengeschichte und Schauerroman.
Ideal geeignet für lange, kalte Winternächte
Gelesen und empfohlen von Hilko Odens
Ich wünsche Ihnen noch einen nicht zu närrischen Februar
Ihre Christiane Schulz-Rother und Team
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