Weil er klein ist und nicht so schön und weil er einen komischen Hut trägt, wird der kleine Onkel von den anderen Menschen gemieden. Die dummen Onkel stellen ihm ein Bein, die dummen Hunde knurren ihn an, abends liegt er allein im Bett und weiß nicht, was er tun soll. „Ich bin doch so nett“, denkt er. Noch einmal fasst er sich ein Herz und hängt in der Umgebung Zettel auf: „Kleiner einsamer Onkel sucht einen Freund“. Zehn Tage später bekommt er tatsächlich Besuch! Ein freundlicher Hund stellt sein Leben auf den Kopf …
Ein ganz zauberhaftes Bilderbuch-Kleinod, illustriert von Eva Eriksson („Die besten Beerdigungen der Welt“).
300 Jahre eingefroren und doch überlegt Amy nicht lange sich ihren Eltern, eine anerkannte Genforscherin und ein hochrangiger Militär, bei dem Projekt Arche anzuschließen. 300 Jahre wird die Reise des Raumschiffs Godspeed dauern, bis sie auf dem Planeten, der die neue Erde sein wird, ankommen. Doch Amy wird zu früh aus ihrem Kälteschlaf gerissen und wacht in einer Albtraumwelt auf dem Schiff auf. Niemand sieht so aus wie sie, nicht einmal die gleiche Sprache sprechen die Menschen mehr. Dem Anführer ist ihre Andersartigkeit ein Dorn im Auge. Der einzige der ihr hilft ist Junior, der kommende Anführer des Raumschiffs. Amy ist nicht sicher, ob sie ihm vertrauen kann, denn nach und nach bekommt sie heraus, was mit den Leuten an Bord nicht stimmt.
Ein sehr spannendes und gut durchdachtes galaktisches Leseabenteuer, für alle die nichts mehr von Vampiren und Werwölfen wissen wollen.
Die Geschichte beginnt 1941 in Kaunas/Litauen. Lina, ihre Mutter und der kleine Jonas werden mitten in der Nacht vom NKWD, der russischen Geheimpolizei, gefangen genommen. Lina ahnt da noch nicht, dass ihr Weg ein jahrelanges Martyrium werden wird. Zusammen mit Hunderten, ja Tausenden anderen Litauern bringt man die Familie nach Sibirien, wo sie unter menschenunwürdigen Umständen für die Sowjets schuften müssen und das alles mit einer Essensration von 300 Gramm Brot pro Tag und oft genug helfen nur Abfälle den nagenden Hunger zu dämpfen. Hilfe bekommen sie nur von Andrius, den jungen Mann, den sie im Zug kennengelernt haben. Lina und Andrius verlieben sich und werden jäh getrennt, als Lina und ihre Familie noch weiter Richtung nördlichen Polarkreis deportiert werden und dort gibt es nichts mehr, was sie vor der arktischen Kälte oder dem Hunger schützen könnte ...
Dieses großartige Buch habe ich in einem Atemzug verschlungen. Mit Lina ist der Autorin eine unglaublich realistische Figur gelungen, mit der man die Verzweiflung, die Grausamkeit, die Wut, den Hass und nicht zuletzt auch die Hoffnung hautnah miterlebt. Den stalinistischen Terror für Jugendliche begreifbar zu machen ist der Autorin hervorragend gelungen.
Hänsel und Gretel ziehen durch verschiedene Märchen und lernen Hexen, Jäger und sogar den Teufel kennen.
Mitreißend erzählt- nicht nur für Kinder ab 13 Jahren!
Die 8-jährige Mayken muss ihrer Mutter in der Gastwirtschaft zur Hand gehen und hart arbeiten. Dabei möchte sie viel lieber frei wie ein Vogel sein und auf dem gefrorenen See Schlittschuh laufen. Als sie über die verschneiten Feldern läuft, entdeckt sie einen verletzten Vogel, den sie versteckt und gesund pflegt.
Diese wunderschön, nach Pieter Breugels berühmten Bild „Die Jäger im Schnee“ illustrierte Geschichte, erzählt von Maykens Träumen und hartem Alltag. Zum Schluss wird auf zwei Seiten in kurzweiliger, anschaulicher Weise das Leben und das Werk des Malers erklärt.
Eine gelungene Mischung aus Sach- und Erzählbuch für Kinder ab 5 J.
1918: Im Alter von etwa drei Jahren wird Vango an die Küste einer kleinen italienischen Insel gespült. Zurückgezogen wächst er auf der Insel heran. Vangos Leben erfährt eine neue Wendung, als er auf der Nachbarinsel eine Gemeinschaft von Mönchen aufspürt, von deren Existenz niemand weiß. Vango fühlt sich dort aufgehoben und sicher und der Wunsch der Bruderschaft beizutreten wird stärker.
1934: Vango steht kurz vor seiner Priesterweihe, doch bevor es dazu kommt, stürmt die Polizei den Platz vor Notre-Dame. Sie sind auf der Suche nach Vango, der einen Priester ermordet haben soll. Vango kann fliehen.
Wer ist Vango? Warum will man ihn umbringen? Was haben der Luftschiffkommandant Hugo Eckener und die Gestapo damit zu tun? Wer sind die Priester, die bei ihrer Entdeckung um ihr Leben fürchten müssen? Und schlussendlich, welches Interessen hat Stalin daran Vango zu erwischen?
Vango muss herausfinden, wer er ist. Der Schlüssel zu allem kann nur in der Vergangenheit liegen und der einzige Hinweis den er hat ist das Taschentuch, das er seit seiner Kindheit besitzt.
Ich habe das Buch verschlungen, es ist großartig erzählt! Allerdings verlangt der Autor auch aufmerksames Lesen, Fombelle springt zwischen den Ländern, Zeiten und Personen hin und her. Definitiv ist hier der geübte Leser gefragt, der wird aber atemlos durch die Geschichte hetzen und hoffentlich so begeistert sein wie ich!
Gelesen und empfohlen von Heike Steinhäuser
P.S.: Das ist der erste von zwei Bänden
Von allen Schöpfungstieren wird ausgerechnet der Esel vom Engel ausgewählt, um Maria auf seinem Rücken zum Stall von Bethlehem zu tragen. Als der Engel ihn fragt, was seine besondere Stärke ist, antwortet er: „kann alles überallhin tragen“. So gibt ihm der Engel den Vorzug vor dem Löwen und dem Einhorn. Wir erleben den Einzug in Bethlehem mit den Augen des Esels: Er sieht die Dinge auf eine naive, herzerfrischende Art, die die Leser, groß und klein, zum Lachen bringt.
Darin liegt der Reiz dieser besonderen Weihnachtsgeschichte, die von Lisbeth Zwerger wunderschön illustriert ist.
Es ist die schöne, traurige, aber hoffnungsvolle Geschichte eines kleinen Handspiegels mit einem Rahmen aus Ebenholz. Atima Imaoma, bekommt ihn von ihrer Mutter, die ihn vom Vater zur Hochzeit geschenkt bekam.
Die Kleine wird mit drei Jahren von Jägern gefangen und als Sklavin verkauft. Einzig der handliche Spiegel bleibt ihr als Verbindung zu ihrer Familie.
So nimmt die Geschichte ihren Lauf. Die Jahre vergehen und der Spiegel geht durch einige Hände.
Doch vielleicht findet er seinen Weg zurück. Dorthin, wo er zu Hause ist.
Eine tolle Geschichte mit schöner, klarer Sprache erzählt. Auch ein paar Mythen und hier und da eine gruselige Anekdote fehlen nicht!
Mich hat es begeistert!
Lissabon im 16. Jahrhundert. Der indische Elefant Salomon soll als Geschenk an den Habsburger Kaiser über Valladolid in Spanien nach Wien überführt werden.
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