Und in mir der unbesiegbare Sommer

Buch Cover zu Und in mir der unbesiegbare Sommer

Die Geschichte beginnt 1941 in Kaunas/Litauen. Lina, ihre Mutter und der kleine Jonas werden mitten in der Nacht vom NKWD, der russischen Geheimpolizei, gefangen genommen. Lina ahnt da noch nicht, dass ihr Weg ein jahrelanges Martyrium werden wird. Zusammen mit Hunderten, ja Tausenden anderen Litauern bringt man die Familie nach Sibirien, wo sie unter menschenunwürdigen Umständen für die Sowjets schuften müssen und das alles mit einer Essensration von 300 Gramm Brot pro Tag und oft genug ­helfen nur Abfälle den nagenden Hunger zu dämpfen. Hilfe bekommen sie nur von Andrius, den jungen Mann, den sie im Zug kennengelernt haben. Lina und Andrius verlieben sich und werden jäh getrennt, als Lina und ihre Familie noch weiter Richtung nördlichen Polarkreis deportiert werden und dort gibt es nichts mehr, was sie vor der arktischen Kälte oder dem Hunger schützen könnte ...

Dieses großartige Buch habe ich in einem Atemzug verschlungen. Mit Lina ist der Autorin eine unglaublich realistische Figur gelungen, mit der man die Verzweiflung, die Grausamkeit, die Wut, den Hass und nicht zuletzt auch die Hoffnung hautnah miterlebt. Den stalinistischen Terror für Jugendliche begreifbar zu machen ist der Autorin hervorragend gelungen.

Gelesen und empfohlen von Heike Steinhäuser

Altersempfehlung: 
14 Jahre und älter
Buchtitel: 
Und in mir der unbesiegbare Sommer
Buchautor: 
Sepetys, Ruta
Verlag: 
Carlsen
Preis: 
16,90 €
Seitenumfang: 
304 Seiten
Einband: 
Hardcover